55 neue Panzerfahrzeuge für die Deutsche Polizei

RHEINMETALL SURVIVOR R 4X4 SONDERAUTO

Rheinmetall Defence hat einen Mega-Auftrag zur Belieferung deutscher Polizeibehörden mit dem Panzerfahrzeug Survivor R bekommen. Der 340-PS-Riesenkollos schafft Respekt.

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Mit dem Survivor R hat Rheinmetall Defence schon seit einiger Zeit  ein recht durchsetzungsstarkes Auto im Programm. Produziert gemeinsam mit den Spezialisten des österreichischen Fahrzeugbauers Achleitner (den kennen Zivilisten eher von den Allrad-Umbauten gängiger Transporter) ist der Survivor R schon seit längere Zeit bei einzelnen Polizeibehörden im Einsatz. Jetzt gab es aber einen Großauftrag von über 55 Fahrzeugen, die Rheinmetall ab 2023 an Landespolizeien und Bundespolizei liefern soll. Das ist ein Anlass, sich den Kollos, der bei den Polizeibehörden als „Sonderwagen 5“ geführt wird, unter die Lupe zunehmen.

Der Survivor R beruht auf einem Fahrgestell des MAN TGM, der mittelschweren Baureihe des Münchner Lkw-Herstellers, selbstverständlich in der 4×4-Version. Der Survivor wird angetrieben von einem Sechszylinder-Reihenmotor mit 6,9 Liter Hubraum, der es auf 340 PS schafft. 1.250 Nm ist der maximale Drehmoment des Brummer.

340 Pferdestärken, 6,9 Liter Hubraum

Auf das Fahrgestell wird bei Achleitner in Österreich ein gepanzertes Monocoque aufgebaut, bei Rheinmetall bekommt der Wagen dann sein Ausstattungs-Finish. Das Fahrzeug verfügt über permanenten Allradantrieb mit einer zentralen Differentialsperre und zwei Achssperren, der Antrieb des Survivor R erfolgt über ein Automatikgetriebe. Dabei besteht die Wahl zwischen einem vollautomatischen Allison 3000 Getriebe und dem serienmäßigen MAN 12AS Tipmatic Semi-Automaten.

Das Aussehen des 15 Tonnen schweren Fahrzeugs tut nicht nur martialisch, buchstäblich könnte man mit dem Brummer in den nächstbesten Krieg ziehen. Zu der Standard-Panzerung von Fahrzeugscheiben und Außenhaut lassen sich zusätzliche Schutzmaßnahmen speziell nach Wunsch nachrüsten, beispielsweise ein minensicherer Unterfahrschutz. Die Kabine an sich besitzt eine Schutzbelüftungsanlage gegen biologische, atomare und chemische Kampfstoffe; Klimaanlage und Standheizung sind bei dieser Auslegung selbstverständlich Standard.

Bis zu elf Menschen finden in der Kabine auf Einzelsitzen Platz, allerdings waren Komfortansprüche dabei eher nachrangiges Entwicklungsziel. Die Kabine kann zusätzlich auch durch eine große, nach unten öffnende Heckklappe mit einer zugehörigen Treppe geentert und verlassen werden. Die Höchstgeschwindigkeit des Brummers liegt bei circa 110 km/h. Weitere Daten für den Survivor: Bodenfreiheit 40 Zentimeter, Wattiefe bis zu 1,2 Meter, Böschungswinkel vorne wie hinten 35 Grad. Das Komplettpaket misst 6,5 Meter von hinten bis vorne, der Radstand liegt bei 3,7 Meter, die Reifen sind mächtige 365/85 R20.

Quelle: auto-motor-und-sport.de

Autorin: Sophie Pixis

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