Der zweite Auftritt für Rohstoffe

Das schwedische Unternehmen Northvolt hat eine Lithium-Ionen-Batteriezelle aus den Recycling-Rohstoffen Mangan, Nickel und Kobalt hergestellt.

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Erstmals stellte das schwedische Unternehmen Northvolt, an dem Volkswagen mit 20 Prozent beteiligt ist, die Zelle einer Lithium-Ionen-Batterie her, bei der die Rohstoffe Mangan, Nickel und Kobalt komplett als Recyclingmaterial verwendet wurden.

Der vollständige Prozess vom Recycling der Rohstoffe aus gebrauchten Batterien bis zur Herstellung der neuen Zelle wurde am Standort der Northvolt Labs im schwedischen Västeras vorgenommen. Lange Transportwege gibt es in Zukunft nicht mehr, was die Nachhaltigkeit des Projekts zusätzlich unterstreicht.

Emma Nehrenheim, Leiterin des Northvolt-Recyclingprogramms „Revolt“, erklärt: „Wir zeigen einen klaren Weg zu einem geschlossenen Batteriekreislauf und auch, dass es eine nachhaltige, umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Bergbau gibt, um Rohstoffe für die Batterieproduktion zu gewinnen.“ Nach den Aussagen des Unternehmens lassen sich mit dem Recyclingverfahren in etwa 95 Prozent der in einer Batterie eingesetzten Metalle in einem Reinheitsgrad zurückgewinnen, der sich von der Reinheit neu gewonnener Rohstoffe nicht unterscheidet .

Bis 2030 – fünfzig Prozent Recycling-Anteil

Die Recyclinganlage von Northvolt soll 2023 in Betrieb gehen. In der Anlage sollen Batterien aus Produktionsabfällen und alte Elektroautos dem Wiederverwendungsprozess zugeführt werden. Hier ist es möglich, eine Kapazität von 30 Gigawattstunden pro Jahr aus Recycling-Stoffen zu erzielen.

Northvolt möchte im Jahre 2030 Batteriezellen herstellen, die zur Hälfte aus Recycling-Material bestehen. Die Zeit-Planung ist wohl überlegt: Northvolt listet auf, dass genau in diesem Zeitraum ca. 250.000 Akkus in Elektroautos das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben werden. Sie können dann als Rohstoffquelle für neue Stromspeicher verwendet werden.

Quelle:  auto-motor-und-sport.de

Autorin: Sophie Pixis

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