Keiner führt mehr Fahrzeuge aus den USA aus als BMW

GRÖSSTER US-AUTO-EXPORTEUr ist ein deutscher hersteller

Nicht Ford oder General Motors, sondern das Unternehmen BMW ist der größte Fahrzeug-Exporteur der USA. Dies bereits zum achten Mal hintereinander.

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Weil die Welt sich ständig weiter dreht und deswegen die Erinnerung rasch verblasst, sei an dieser Stelle an eine Zeit erinnert, in der ein gewisser Donald Trump Präsident der USA war. Immer wieder arbeitete er sich in dieser Funktion gerne am großen Handelsdefizit seines Landes ab. Weil das scheinbar die nationale Sicherheit gefährdet, wollten die Vereinigten Staaten seinerzeit hohe Strafzölle auf Fahrzeuge erheben. Vor allem im Blick hatte Trump bei der damaligen Diskussion übrigens BMW. Der deutsche Konzern baute damals das inzwischen in Betrieb genommene Werk im mexikanischen San Luis Potosí, das dem Ex-Präsidenten nicht in den Kragen passte: „Wenn sie in Mexiko eine Fabrik bauen und Autos in die USA verkaufen wollen ohne eine 35-Prozent-Steuer, dann können sie das vergessen“, sagte Trump seinerzeit.

Das Unternehmen konterte mit Gelassenheit. Diese Gelassenheit konnte sich der bayerische Konzern leisten, in der Gewissheit, selbst einen ansehnlichen Beitrag zu leisten, dass das US-Handelsdefizit nicht noch größer ist als sowieso schon. Denn schon seit 2014 ist BMW und keiner der einheimischen Autounternehmen der größte Fahrzeug-Exporteur der USA. So auch 2021 wieder: Wie bereits veröffentlichte Daten des US-Handelsministeriums zeigen, hat zum achten Mal in Folge kein Autobauer mehr Autos aus den USA ausgeführt als der Premiumhersteller mit Hauptsitz in Bayern. Der Komplett-Exportwert der aus den USA ins Ausland verschifften Fahrzeuge im letzten Jahr: berechtige 10,1 Milliarden Dollar (circa 8,9 Milliarden Euro.

Die meisten Kraftfahrzeuge gehen nach Deutschland und China

Hauptverantwortlich für den permanenten Export-Erfolg ist das 1992 eröffnete Werk in Spartanburg, US-Bundesstaat South Carolina: 257.876 von insgesamt 433.810 gebauten Autos wurden außerhalb der USA verkauft. Die im weltweit größten BMW-Werk hergestellten Modelle des X-Portfolios werden hauptsächlich über den nahegelegenen Atlantikhafen in Charleston in 120 Länder der Welt verschifft – viele davon nach China (24,1 Prozent des Exportvolumens). Dann folgen mit 12,3% Deutschland, Südkorea mit 9,4%, Kanada (5,6%; diese Fahrzeuge werden per Bahn exportiert) und Großbritannien (5,4%).

Auch den Herausforderungen der Corona-Krise hielt das Werk Spartanburg mit seinen11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stand. Die Fabrik stellte trotz aller damit verbundenen Probleme wie dem Mangel an Halbleitern und anderen Zulieferteilen 2021 einen neuen Produktionsrekord auf. Jeden Tag rollten gut 1.500 X-Modelle aus den Werkshallen; die maximale Herstellungs-Kapazität von 450.000 Autos pro Jahr wurde nahezu erreicht.

Quelle: www.auto-motor-und-sport.de

Autorin: Sophie Pixis

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