Langsam sinken die Spritpreise

AKTUELLE SPRITPREISE

Im Vergleich zur Vorwoche sind die Kraftstoffpreise in Deutschland gesunken. Das betrifft Diesel und Benzin.

Tankstelle

Gegenüber der Vorwoche ist Tanken ein gutes Stück preiswerter geworden. Wie die momentane ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise zeigt, ist der Preis für einen Liter Super E10 seit letzter Woche um 11,2 Cent gesunken. Danach kostet ein Liter aktuell im bundesweiten Mittel 2,080 Euro. Ähnlich stark ist auch der Preis für Diesel gefallen: Für einen Liter müssen die Fahrzeugbesitzer momentan im Schnitt 2,173 Euro bezahlen, das ist 11,9 Cent weniger. Seit letzten Freitag ist die aus Verbrauchersicht positive Entwicklung jedoch zum Stillstand gekommen.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent liegt aktuell um die 120 US-Dollar und liegt somit um etwa 20 Dollar über dem Niveau der Vorwoche. Entgegen des jüngsten Anstiegs der Rohölnotierungen besteht immer noch gutes Potenzial für weitere Preissenkungen an den Zapfsäulen.

Dass Diesel im bundesweiten Schnitt um zehn Cent je Liter mehr kostet als Benzin, liegt immer noch an der großen Heizölnachfrage, die in diesem Frühjahr – anders als sonst üblich – erneut Fahrt aufnimmt. Die momentane große Nachfrage sorgt für eine besonders starke Verteuerung beim Heizöl und somit auch beim Diesel-Kraftstoff.

Kartellamt auf dem Plan

Die Marktentwicklung auf der Ebene des Großhandels und der Raffinerien wird nun verstärkt vom Bundeskartellamt überprüft. Hier war zuletzt eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Kraftstoffpreis und dem Rohöl-Preis zu konstatieren. Genauso möchte die Bundesregierung im Rahmen des neuen Entlastungspakets die Rechte für Marktwächter stärken und auch eine EU-weite Lösung fördern.

Tanken Sie Abends!

Normalerweise schwanken die Kraftstoffpreise im Laufe des Tages im Durchschnitt zwischen 10 Cent und 12 Cent. Diese Preisdifferenz kann bei einer Tankfüllung schon mal bis zu zehn Euro ausmachen. Das niedrigste Niveau an den Zapfsäulen ist zwischen 18 und 22 Uhr erreicht. Morgens dagegen, vor 7 Uhr, ist der Sprit am teuersten. Auf Reisen ist zu empfehlen, nicht die teuren Autobahn-Tankstellen anzusteuern. Die Preise dort lagen 2020 um 25 Cent höher als in der Innenstadt. Um einiges günstiger sind Autobahn-nahe Rasthöfe, die auch ausgeschildert sind, oder Tankstellen in der Nähe von Ausfahrten.

Vor allem: Der Preis für Diesel oder Benzin liegt ohne Abgaben wie der CO2-Abgabe, Erdölbevorratungssteuer oder Energiesteuer bei nur knapp über bzw. knapp unter einem Euro. Als Gewinn pro Liter streichen die Mineralölkonzerne zwischen 1 Cent und 3 Cent ein.

Autorin: Sophie Pixis

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