Welche Corona-Regeln gelten unterwegs und im Auto?

2G? 3G? MASKENPFLICHT?

Um die massiv steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen, hat der Bundestag weitreichende Änderungen am Infektionsschutzgesetz (IfSG) beschlossen. Wichtig für alle Reisenden und Pendler und: Im Fernverkehr und dem gesamten ÖPNV gilt künftig bundesweit 3G.

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Die Ampel-Parteien SPD, Grüne sowie FDP haben mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes die Einführung einer deutschlandweiten 3G-Regel (genesen, geimpft oder getestet) für den Fernverkehr und den ÖPNV beschlossen. Heißt: Ungeimpfte dürften ohne negativen Antigen-Corona-Test nicht mehr in Bahn, Bus,oder Flugzeug mitfahren, bzw. mitfliegen. Davon ausgenommen sind allerdings Kinder unter sechs Jahren. 2G (genesen oder geimpft), bzw. 2G Plus (genesen, geimpft und getestet) gilt momentan nur für den Zugang zu bestimmten Gebäuden oder Veranstaltungen. Eine Einführung von 2G, bzw. 2G Plus im ÖPNV ist aktuell noch nicht vorgesehen. Egal ob 2G oder 3G, das Problem in Bahnen und Bussen bleibt in jedem Falle die Kontrolle.

3G-Regelung – nicht in Taxis

Neben den Kindern unter sechs Jahren sind zusätzlich auch Taxis von der 3G-Pflicht ausgenommen. Obwohl der Mindestabstand von 1,5 m im Fahrzeug nicht eingehalten werden kann, muss lediglich eine CE-konforme Maske (OP-Maske) oder eine FFP2-Maske getragen werden. Allerdings gilt in einigen Bundesländern inzwischen schon eine FFP2-Pflicht, diese dann aber erst für Reisende ab einem Alter von 14 Jahren. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. empfiehlt seinen Fahrern jedoch dringend, ausschließlich FFP2-Masken einzusetzen. Zusätzlich werden Taxis nicht mehr voll ausgelastet und sind so gut wie bundesweit mit Trennscheiben zwischen Fahrgastbereich und Cockpit ausgestattet. Der Beifahrerplatz wird daher auch gar nicht mehr mit Fahrgästen besetzt.

Für Omnibus-Fernreisen gilt In den meisten Bundesländern gilt seit Mai 2021 für Omnibus-Reisende die 3G-Regel. Ob Ungeimpfte dann einen Antigen-Test oder sogar einen PCR-Test vorlegen müssen, ist je nach Bundesland und Hospitalisierungsrate unterschiedlich geregelt.

Keine Vorgaben im Privatfahrzeug

Das Tragen eines Mundschutzes bei Fahrten im eigenen Fahrzeug mit einer Person, die nicht aus dem selben Haushalt stammt, ist zur Zeit nicht grundsätzlich vorgeschrieben. Sinnvoll ist ein medizinischer Mundschutz (OP-Maske oder FFP2) aber mit Sicherheit. Mindestens dann, wenn der Abstand von 1,5 Metern im Auto schwer eingehalten werden kann. Zudem minimiert richtiges  Lüften die Infektionsgefahr im Auto. Der Mundschutz sollte im Auto stets gut erreichbar verstaut ein. Der Platz am Rückspiegel ist dafür nur bedingt geeignet, da die Maske laut dem ADAC nicht nur die Sicht gravierend beeinträchtigt, sondern sich das Gehirn auch an die Baumelei im Sichtfeld gewöhnt. Dadurch kann der Fahrer im Zweifel weniger schnell auf Radfahrer oder Fußgänger reagieren. Eine mitgebrachte (und regelmäßig gereinigte) Plastikschale ist daher eindeutig der bessere Aufbewahrungsort für den Mundschutz (Maske mit der Innenseite nach oben transportieren). Gilt in einem Bundesland die Corona-Alarmstufe, muss vor der Fahrt mit einer haushaltsfremden Person dringend überprüft werden, ob eine medizinische Maske, bzw. sogar eine FFP2-Maske im Auto vorgeschrieben ist. Je nach Bundesland gelten hier aber ganz unterschiedliche Regeln, die dann aber meistens für den gesamten ÖPNV gelten, also für alle öffentlichen Verkehrsmittel.

An Tankstellen gilt übrigens schon seit einiger Zeit eine Maskenpflicht (OP-Masken oder FFP2). Zudem sind an den Zapfsäulen sowie im Innenbereich der Tankstellen die Abstandsregeln strengstens zu beachten. Dieselben Vorgaben gelten auch für Waschanlagen oder Werkstätten.

Autorin: Sophie Pixis

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